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Kollaboration, nicht Kollision

Arbeitsplätze für Mensch und Roboter – richtig geplant

Nach der Digitalisierung die Roboterisierung – aber mit hoher Sicherheit für den Menschen. Solche Arbeitsplätze lassen sich von vornherein durchplanen.

Die Roboter der Zukunft werden zwar in ihrer grossen Mehrzahl keine menschenähnlichen Züge tragen. Dafür arbeiten sie sehr effektiv und teilweise eng mit dem Menschen zusammen.

Man findet sie schon heute – zum Beispiel um Schüttgüter, Lösungen und vieles mehr von A nach B zu transportieren. Generell werden sie in der Logistik, etwa beim Warenein- und ‑ausgang, gern eingesetzt.

Doch der Tätigkeitsbereich erweitert sich ständig. Schon sind im Labor Roboter bei der alltäglichen Arbeit unter dem Abzug denkbar. Sie könnten dem „Kollegen Mensch“ mit einem oder zwei Armen etwas anreichen oder abnehmen, ein Probengefäss, einen Rundkolben, eine Pipette.

Vielfach noch einen Hinderungsgrund für die Schaffung von so genannten MRK-Arbeitsplätzen (Mensch-Roboter-Kollaboration) stellen ungewollte Übergriffe des Roboters dar. Der Arbeitsschutz muss gewährleistet sein!

Ilmac

Mensch-Roboter-Kollaboration statt Mensch-Roboter-Kollision: Mit der richtigen Software lässt sich diese bereits im Planungsstadium moderner MRK-Arbeitsplätze von vornherein verhindern. Bild: IFF
 

Ob dies bei Laborarbeitsplätzen in der Praxis funktioniert, stellte sich bisher oft erst im Realfalle heraus: Man musste im Trial-and-error-Verfahren mit einem gegebenen MRK-Arbeitsplatz Erfahrungen sammeln und gegebenenfalls korrigierend eingreifen und eine neue Anordnung ausprobieren. Seit kurzem gibt es Ansätze zum Design kollisionsfreier MRK-Konstruktionen von Anfang an –schon ab dem Planungsstadium.

Die Software ist hier das Entscheidende. Neuartige Plug-ins für gängige Systemintegrationssoftware erleichtern die Planung jetzt erheblich (z.B. vom Fraunhofer Institut IFF). Als Input braucht das Programm dann bestimmte Vorgaben (z.B. Typ des Roboters, seine Tätigkeiten, sein Sensorsystem) und liefert darauf den Sicherheitsabstand. Variationen können damit am Computer durchgespielt werden – nicht erst im Live-Experiment.

Indessen fahren bereits autonome Roboterfahrzeuge durch Pharma-Reinräume, richten konzentriertes UV-C-Licht auf infektiöse Hotspots und unterstützen durch eine hochwirksame Bakterien-Abtötung (>99,99 % der am meisten verbreiteten Spezies) die normale Reinigung.

Das alles macht viele Arbeitsschritte effektiver und spart Ressourcen – nicht zuletzt ein Ansatz für eine „grünere“ Produktion in der Chemie-, Pharma- und Biotech-Branche.

 

ILMAC Basel 2019

Dauer: Dienstag, 24. bis Freitag, 27. September 2019
Öffnungszeiten: 9.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Messe Basel, Halle 1.1
Veranstalter: MCH Messe Schweiz (Basel) AG
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www.ilmac.ch